Die Explosion der Deepwater Horizon und ihre Folgen
Erstellt unter Allgemein von: HaraldEine Bohrplattform, auch Bohrinsel, genannt, ist eine künstliche Standfläche im Meer, die zur Förderung von Erdöl und Erdgas durch Bohrungen ins Erdinnere dient. Doch nicht immer läuft alles glatt, wie man bei der Explosion der Deepwater Horizon sehen konnte, bei der 11 Arbeiter ums Leben kamen und die Umwelt in erheblichem Maße belastet wurde. Die Ölplattform befand sich seit 2001 im Golf von Mexiko und ermöglichte durch einen Hochspannungsmotor Bohrungen bis zu einer Tiefe von ca. 1500 Metern unter Wasser. Jedoch kam es im April 2010 zu einem Blowout, was bedeutet, dass Erdöl, Bohrspülung und Erdgas unkontrolliert austraten und zu einer Ölpest und damit einer fatalen Umweltkatastrophe führten. Auch Löschboote konnten die Insel nicht retten, sodass sie anschließend sank. Grund für die Explosion waren menschliche und technische Fehler. So wies der Blowout-Preventer, der zum Stoppen des Gas- und Ölaustritts dient, einige Mängel auf.
Zudem konnte das Öl nach dem Untergang an mehreren Stellen des abgeknickten Steigrohrs austreten und weiteren Schaden anrichten. Das Öl erreichte somit auch die US-Küste und sorgte dafür, dass die Fauna und Flora des Golfs von Mexiko und des Flussdeltas des Mississippi von einer Ölpest betroffen waren. Viele haben nun Angst davor, dass auch die Bohrinseln in der Ostsee gefährdet sein könnten, da diese aufgrund des geringen Wasseraustauschs mit dem Atlantik, ihrer geringen Tiefe und der Überfischung, Überdüngung und des Schiffsverkehrs als ökologisch anfällig gilt. Die Bohrinsel Baltic Beta befindet sich in Polen nördlich von Danzig und liegt ca. 80 km von der Küste entfernt. Zudem sind weitere Bohrinseln geplant. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Sicherheitsvorkehrungen nach der Katastrophe noch stärker betrachtet werden, sodass man sich beim Wellness in Polen an der Ostseeküste keinerlei Gedanken über Ölteppiche machen muss.