Mit Naturkatastrophen leben
Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis: Vielen Naturkatastrophen ist der Mensch machtlos ausgeliefert und muss sein Leben mit und nach ihnen meistern. Wir berichten, wie das möglich ist und warum Menschen in Katastrophengebieten dennoch an ihrer Heimat festhalten.
Naturkatastrophen bezeichnen natürlich entstandene Veränderungen der Atmosphäre oder Erdoberfläche, die verheerende Auswirkungen auf den Menschen und alle anderen Lebewesen haben. Zu den endogenen/tektonischen Ursachen zählen z. B. Vulkanausbrüche, Erdbeben und Seebeben, Vulkanexplosionen, Tsunamis und Giftausbrüche. Gravitatorische Ursachen sind unter anderem Steinschläge, Erdrutsche, Bergstürze, Muren, Lawinen und Lahare (Schlammfluten nach Vulkanismus). Als dritte Möglichkeit gibt es klimatische Ursachen wie Wetteranomalien, Hochwasser, Sturmflut, Orkane, Starkregen, Dürre, Smog oder Schneeverwehungen. Es gibt viele weitere Ursachen, die sich teils auch gegenseitig beeinflussen oder aufeinander folgen, so dass jährlich ca. 250 Millionen Menschen davon betroffen sind und drei Milliarden dauerhaft in gefährdeten Regionen leben. Auch Frühwarnsysteme und der Katastrophenschutz können daran nichts ändern, da man dann zwar über die bevorstehenden Geschehnisse bescheid weiß, die Menschen warnen und eventuell auch evakuieren kann, aber letztendlich doch machtlos gegenüber Vulkanausbrüchen oder Tsunamis ist.
Wer hier lebt, sieht das Gebiet als seine Heimat an und lässt sich lieber bei Gefahr von einem Rettungsdienst helfen, anstatt das Land dauerhaft verlassen zu müssen. Fluten und andere Katastrophen kosten allerdings nicht nur unzählige Menschenleben, sondern lassen auch massig Versicherungs- und Sachschäden entstehen, weshalb es ratsam ist, in solchen Regionen erdbebensicher zu bauen und auf alles vorbereitet zu sein. Zudem muss man sich klar machen, dass viele Katastrophen auch vom Menschen selber verursacht wurden. Dazu zählen z. B. Industriegroßbrände oder Explosionen. Diese werden zum Teil auch von Naturkatastrophen ausgelöst, wie etwa die Nuklearkatastrophe durch ein Erdbeben und einen Tsunami in Japan 2011. Kann man noch dafür sorgen, dass sich keine Katastrophen aufgrund eigener Verschuldung ereignen, ist man gegen Naturereignisse jedoch völlig machtlos und kann allenfalls versuchen, sich so flexibel als möglich auf sie einzustellen.